Tarifvertrag metall bayern arbeitszeit

Ich weiß nichts über die IG Metall, bezweifle aber, dass 35 Stunden plus 20 Überstunden mit dem deutschen Arbeitsrecht vereinbar sind. IIRC richtig ist das Maximum 48 Stunden/Woche. Nun, ich bin neu im Ig Metall Bayern Gehaltsformat. Ich habe nur wenige Fragen. Nach dem Mindestlohngesetz von 2014 (MiLoG) gilt seit dem 1. Januar 2015 ein nationaler Mindestlohn. Das MiLoG gilt nicht für Arbeitnehmer im Alter von 18 Jahren oder jünger (die stattdessen unter das Jugendschutzgesetz fallen), Auszubildende in der Berufsausbildung oder Praktikanten (definiert als Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen) und Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten ihrer Beschäftigung. Die Mindestlohnkommission (siehe nachstehend zweiteilige Gremien) debattiert über die Erhöhung des Mindestlohnniveaus alle zwei Jahre, basierend auf der Erhöhung des Index der vereinbarten Tarifverträge. Im Jahr 2018 schlug die Kommission vor, sie auf 9,91 € zu erhöhen, die seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist. Tarifverträge können entweder nach dem Tarifvertragsgesetz oder nach dem Entsendegesetz verlängert werden. Im Rahmen des ersten können die Bundes- und die regionalen Arbeitsminister eine Vereinbarung verlängern, wenn die Verlängerung von einem zweiteiligen Lohnausschuss genehmigt wird. Nach dem Entsendegesetz kann der Bundesarbeitsminister auf ein Plädoyer der Tarifpartner reagieren und eine Branchenvereinbarung auf die nationale Ebene ausdehnen.

Nach dem Arbeitszeitgesetz fällt die Verlängerung der Arbeitszeit (sogenannte « Zusatzarbeit » Mehrarbeit) über die gesetzliche Norm hinaus in den Zuständigkeitsbereich der Tarifverhandlungen. Auch Betriebsräte und Geschäftsführung haben das Recht, Erweiterungen über die vereinbarte Norm hinaus abzuschließen. Die zusätzliche Arbeit beginnt über die Schwelle hinaus, die durch die ausgehandelte Norm gebildet wird. Die Vereinbarungen regeln die Form der Entschädigung (Auszeit oder Vergütung). Die Arbeitszeit ist nach dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG) auf der Grundlage der europäischen Regelung geregelt. Das ArbZG gilt nicht für Beamte (die durch Verordnungen des Bundeslaenders abgedeckt sind), Arbeitnehmer im Verkehrssektor (die durch andere nationale, europäische oder internationale Vorschriften abgedeckt sind), Arbeitnehmer in liturgischen Diensten (kirchenrechtlich) und Selbständige (keine Regelung). Das ArbZG kann über Tarifverträge und – unter der Bedingung einer Öffnungsklausel im Tarifvertrag – über Betriebsverträge ausgeschlossen werden. Ist weder ein Tarifvertrag noch ein Betriebsrat vorhanden, so kann sich der Arbeitgeber an die öffentliche Hand wenden, um von der ArbZG abzuweichen. Sie kann in dringenden Fällen gewährt werden. Neue Verhandlungsrunden können beginnen, wenn ein Tarifvertrag ausgelaufen ist. Im Jahr 2018 liefen die Tarifverträge im Durchschnitt 26,5 Monate – die kürzeste Laufzeit war im Chemie- und Energiesektor (15 Monate), der längste im öffentlichen Sektor (30 Monate).

Von 2000 bis 2016 ging die Zahl der verlängerten Verträge von 551 auf 444 zurück. Um dem Trend entgegenzuwirken, hat die vorherige Regierung beide Gesetze geändert, um den Verlängerungsmechanismus zu vereinfachen (Gesetz zur Förderung der Tarifautonomie, siehe oben). Wo es dich gibt, spielt der Betriebsrat eine wichtige Rolle bei der Beilegung von Streitigkeiten, bevor er vor Gericht kommt. Einzelne Arbeitnehmer sowie Betriebsräte und Gewerkschaften haben das Recht, einen Fall vor Gericht zu bringen. Die Gewerkschaften hingegen haben kein Recht, kollektive Forderungen (Verbandsklagerecht) zu vertreten – das richtige Recht zu bekommen, ist eine seit langem bestehende Gewerkschaftsforderung. Gesetzliche dreigliedrige Körper sind im deutschen System selten. Im Falle der Verlängerung eines branchenübergreifenden Tarifvertrags arbeiten die Arbeitsminister mit einem sektoralen zweiteiligen Lohnausschuss zusammen. Artikel 5 des Tarifgesetzes sieht vor, dass das Bundesarbeitsministerium in Zusammenarbeit mit einem von drei Gewerkschaftsvertretern und drei Vertretern der Arbeitgeberseite eingesetzten Lohnausschuss eine Branchenvereinbarung für allgemeinverbindlich erklären kann. Seit 2009 enthält das Entsendegesetz eine ähnliche Regelung in Bezug auf Erweiterungsmechanismen. Die vereinbarten Löhne stiegen gegenüber 2018 um 3,1 % (2,9 %); das positive Ergebnis war auf Zuwächse in den Dienstleistungssektoren und die Umsetzung der in den Vorjahren vereinbarten schrittweisen Lohnerhöhungen zurückzuführen.

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